Kastenwagen als Ausbau-Basis
Wer seinen Camper selbst ausbauen möchte, braucht vor allem eine solide Basis: einen leeren Kastenwagen mit niedrigem Kilometerstand, intaktem Rahmen und idealerweise Hochdach. Als Ausbau-Basis sind Fahrzeuge mit Kilometerständen bis 150.000 km auf einem Motor mit Euro-5- oder Euro-6-Norm empfehlenswert – das schützt vor Diesel-Fahrverboten und sichert eine lange Laufzeit nach dem Ausbau. Die günstigsten Rohlingfahrzeuge kommen häufig aus Handwerksbetrieben (Werkstattfahrzeuge, Kurierfahrzeuge), bei denen der Innenraum bereits leer oder leicht zu entkernen ist. CamperDeals listet ausschließlich Fahrzeuge mit Status „leer" – also Kastenwagen ohne eingebauten Camper-Ausbau, die ideal als Startpunkt für deinen individuellen Van-Life-Traum geeignet sind.
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Welcher Kastenwagen eignet sich am besten als DIY-Camper-Basis?
Die „großen Vier" – Mercedes Sprinter, Fiat Ducato, VW Crafter und Ford Transit – liefern alle das nötige Innenvolumen (L2H2 oder größer) und ein gutes Ersatzteilnetz. VW Crafter und Mercedes Sprinter teilen sich ab 2017 sogar eine Plattform (TN). Für ein erstes Selbstausbau-Projekt sind ältere Ducato oder Transit günstiger als Sprinter.
Wie viel Kilometerstand ist noch akzeptabel für einen Ausbau-Rohling?
Bis 200.000 km sind bei gut gewarteten Dieselmotoren (Multijet, OM651, TDI) problemlos, sofern Riemen/Zahnriemen erneuert und kein Ölverlust vorhanden ist. Werkstattfahrzeuge mit vielen Kurzstrecken können hingegen trotz niedrigem Kilometerstand stark abgenutzt sein – auf Rußpartikelfilter-Zustand achten.
Was kostet ein leerer Kastenwagen als Camper-Rohling?
Einfache Kurier-Kastenwagen aus 2012–2016 mit 150.000–200.000 km gibt es ab ca. 8.000–14.000 €. Hochdach-Modelle mit niedrigem Kilometerstand in Euro-6 liegen meist bei 15.000–25.000 €. Addiere dann die Ausbaukosten: ein einfacher Selbstausbau kostet ca. 2.000–5.000 €, ein professioneller Vollausbau 15.000–40.000 €.
Muss ich einen umgebauten Kastenwagen ummelden?
Ja – sobald ein Kastenwagen als Wohnmobil genutzt wird, ist in DE und AT eine Umschlüsselung in Fahrzeugklasse M1 (Wohnmobil) oder mindestens eine Einzelgenehmigung nötig. Dafür prüft der TÜV/die § 57a-Stelle Bettsystem, Sitzplätze, Koch- und Elektroanlage. Lass das vor dem Kauf bei einem Anbau-Spezialisten klären.